Titelbild mit Studierenden der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Global denken, lokal handeln - MSA-Studierende in internationalen Projekten

28.04.2026 | fas.fhws.de, Aktuelles

BIPs, Blended Intensive Programmes, stehen für kurze, intensive und gemeinsame Curricula und Aktivitäten, die Studierenden und Hochschulmitarbeitenden die Möglichkeit bieten, an einer kurzen physischen Gruppenmobilität kombiniert mit virtueller Phase teilzunehmen.

Im Fokus stehen dabei internationale Zusammenarbeit und Austausch. BIP-Teilnehmende sollen Kompetenzen erwerben, die für das eigene Studium oder die eigene Tätigkeit nützlich sind, und dabei interkulturelle und/oder Fremdsprachenkompetenzen weiterbilden.

In diesem Format widmeten sich 13 Studierende im interdisziplinären Austausch mit Studierenden und Lehrenden aus 7 Partnerländern hochaktuellen Fragen.

 

Im BIP zu KI und digitaler Inklusion bringt Lehrende und Studierende aus drei akademischen Fachbereichen zusammen: Betriebswirtschaftslehre, Sozialarbeit und Informatik. Das Programm ist motiviert durch den dringenden Bedarf an neuen Wegen und Instrumenten der digitalen Inklusion, während es sich kritisch mit den ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen datengesteuerter Technologien auseinandersetzt, insbesondere mit künstlicher Intelligenz (KI) und algorithmischer Entscheidungsfindung – vor allem, wenn es um kleine Gruppen von Menschen mit spezifischen Merkmalen oder Bedürfnissen geht. Solche Gruppen sind oft nicht ausreichend in den Standard-Personas vertreten, die in digitalen Designprozessen oder Trainingsdaten verwendet werden, was die Funktionalität von KI-Systemen beeinträchtigen kann. Das BIP ist als kollaborative, interdisziplinäre Lernumgebung konzipiert, die theoretische Reflexion mit angewandten, praxisorientierten Aktivitäten verbindet. Diese Verbindung zur Praxis stellt sicher, dass das Programm nicht nur akademischer Natur ist, sondern auch gesellschaftlich relevant und wirkungsvoll. Das BIP wurde von Lehrenden verschiedener DIsziplinen (Soziale Arbeit, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen) im Rahmen der UniNovis-Kooperation von den Hochschulen aus Tampere (Finnland), Kaunas (Litauen) und der THWS organisiert.

Das zweite BIP dreht sich  um „Asset-Based Community Development“ (ABCD). Dabei handelt es sich um einen nachhaltigen, gemeinschaftsorientierten Ansatz, der Gemeinden dabei unterstützt, sich weiterzuentwickeln, indem er vorhandene Stärken – wie individuelle Begabungen, lokale Vereine und kommunale Netzwerke – identifiziert und mobilisiert, anstatt sich auf Bedürfnisse oder Defizite zu konzentrieren. Der Ansatz zielt darauf ab, lokale Entwicklung und Empowerment zu fördern und eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Hier kooperierten vier Hochschulen: die Universität Tartu (Estland), das University College Cork (Irland), die DIAK (Finnland) und die THWS. Auch in diesem BIP wurde Theorie mit Praxis verschränkt durch Einrichtungsbesuche und Stadtteilerkundungen, die über reflektierende Diskussionen und Projektarbeit an die Theorie rückgekoppelt wurden.