Titelbild mit Studierenden der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Neuer Dialog in Würzburger Gesellschaft: THWS-Studierende in Kick-off-Veranstaltung mit Dr. Pia Beckmann

01.04.2025 | fas.fhws.de, Aktuelles
Qualitatives Forschungsprojekt von Studierenden des Masterstudiengangs Soziale Arbeit in Zusammenarbeit mit Projekt „pics4peace“

Mehr Miteinander durch Dialog: Im Rahmen des qualitativen Forschungsprojektes werden Studierende des Masterstudiengangs Soziale Arbeit an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) mit dem gemeinnützigen Friedens- und Demokratieprojekt pics4peace e. V. zusammenarbeiten. Dazu hat unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Kulke von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der THWS eine Kick-off-Veranstaltung im Modul qualitative Forschung stattgefunden. Mit dabei war Dr. Pia Beckmann, frühere Oberbürgermeisterin Würzburgs und Gründerin von „pics4peace“. Neben der Vorstellung von pics4peace und dem Interview-Projekt „1.000 Erfahrungen“ ging es um die Planung von qualitativen Interviews mit Würzburger Bürgerinnen und Bürgern, welche die Studierenden im Laufe des Sommersemesters 2025 und Wintersemesters 2025/26 planen, durchführen und auswerten werden. 

„Hört genau hin. Versteht. Gebt den Menschen eine Stimme! Greift auf, was sie zu sagen haben. Sucht den Dialog dort, wo sie sind. Bindet sie ein!“ – Dieses Credo beschreibt am besten die Motivation der Initiative des pics4peace e. V. Das Projekt wurde 2017 gegründet und sieht sich als Brücke zwischen den Menschen in Würzburg und Bereichen wie Gesellschaft und Politik. Die Kick-off-Veranstaltung war der erste Schritt des qualitativen Forschungsprojekts der Studierenden, um Anliegen der Menschen Würzburgs in ihrer ganzen Vielfalt und Diversität hin zu den Entscheidenden in Gesellschaft und Politik zu tragen. 

Prof. Dr. Kulke gab den Anstoß für die Studierenden, im Hinblick auf eine heterogene Gesellschaft in aktivem Dialog mit Dr. Pia Beckmann zu treten. Schnell wurde klar, dass es nicht darum gehe, einer Meinung zu sein. „Verstehen und verstanden werden, sich gehört fühlen – das ist der Schlüssel zu mehr Miteinander“ war das allgemeine Fazit. „Das Konzept des dritten Ortes – ein Aufenthaltsplatz neben Wohnung und Arbeit – wird für die Gesellschaft immer wichtiger. Dies haben vergangene Befragungen an Würzburger Bürgerinnen und Bürgern gezeigt.“ Dr. Pia Beckmann ergänzt: „In Bezug auf soziale Begegnungen ist es interessant, dass sich immer mehr Menschen konsumfreie Räume wünschen, um sich zu treffen.“

Die Würzburger Stadtbücherei ist ein solcher Ort. Dort werden die Studierenden viele der geplanten qualitativen Interviews durchführen.

 

Studierende führen qualitative Interviews durch
Im Sommersemester 2025 und Wintersemester 2025/26 werden die Studierenden des Masterstudiengangs Soziale Arbeit Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern Würzburgs führen. Neben bereits formulierten Fragen des pics4peace-Projekts #endlichankommen, das es seit Oktober 2024 gibt und von Dr. Pia Beckmann initiiert wurde, werden die Studierenden eigene wissenschaftliche Fragen formulieren und die Interviews selbst auswerten. Als ein Ergebnis sollen im Projekt Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die sich aus den bereits durchgeführten und den von den Studierenden noch durchzuführenden Interviews ergeben. 

Bei den qualitativen Interviews werden für eine bessere Vergleichbarkeit alle Personen dieselben Fragen gestellt bekommen. Ein gewisses Augenmerk liegt dabei auf den Zielgruppen der Sozialen Arbeit, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen sowie Personen mit Obdachlosigkeitserfahrung. Ziel ist es, die Sichtbarkeit dieser Gruppen in der Stadtgesellschaft zu erhöhen. 

„Das Besondere an unserem Wirken in Zusammenarbeit mit pics4peace ist für mich, dass wir praxisnah arbeiten und zeitgemäße, wichtige Themen aufgreifen“, lautete das Fazit eines Studenten. Prof. Dr. Kulke fügte hinzu, dass diese Merkmale gerade im Hinblick auf die angehenden Master Soziale Arbeit ein wertvolles Learning seien, um den Würzburgerinnen und Würzburgern eine Plattform für neue Dialoge zu bieten. „Aber auch Stadtgesellschaft und -politik profitieren,“ ergänzt Dr. Pia Beckmann, „denn am Ende werden die Studierenden nicht nur ihre Forschungsergebnisse präsentieren, sondern auch persönliche Handlungsempfehlungen aussprechen. Danke dafür!“

 

Weitere Informationen zu pics4peace und dessen ehrenamtlichen Gemeinschaftsprojekt #endlichankommen.

 

Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften

Prof. Dr. Dieter Kulke

Münzstraße 12

97070 Würzburg

dieter.kulke[at]thws.de

 

Pressekontakt:    
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Angela Kreipl

Münzstraße 12

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