Titelbild mit Studierenden der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Japanische Delegation der Nagaoka University of Technology besucht die THWS

14.08.2026 | Aktuelles

Eine Delegation der Nagaoka University of Technology (NUT) aus Japan war im Juli zu Besuch an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Der Austausch stand im Zeichen der langjährigen fachlichen Verbindung zwischen der THWS und der NUT in den Bereichen Behavior-Based Safety, Safety Engineering, Mensch-Technik-Interaktion und wissenschaftliche Weiterbildung.

Der Kontakt zur NUT ist über die Zusammenarbeit von Prof. Dr. Christoph Bördlein mit Prof. Dr. Rieko Hojo entstanden. Hojo forscht und arbeitet an der NUT im Bereich Behavior-Based Safety und System Safety Engineering. Sie gehört in Japan zu den wichtigsten Wegbereiterinnen eines verhaltensorientierten Zugangs zur Arbeitssicherheit. Bördlein vertritt diesen Schwerpunkt an der THWS in Forschung, Lehre und Weiterbildung, unter anderem über den Zertifikatslehrgang „Spezialist / Spezialistin für Behavior-Based Safety (BBS)“.

Zur Delegation aus Nagaoka gehörten Prof. Dr. Rieko Hojo, Dr. Shoken Shimizu, Prof. Dr. Takanori Miyoshi und Dr. Tomoko Hirokawa. Vor dem Besuch an der THWS führte die Gruppe zunächst Gespräche beim TÜV Rheinland in Köln. Am Freitag, 17. Juli 2026, besuchte sie anschließend den Campus Schweinfurt der THWS.

Am Vormittag stand dort eine fachliche Führung durch Labore und Einrichtungen im Bereich Maschinenbau auf dem Programm. Prof. Dr. Peter Burda stellte der Delegation unter anderem Labore aus den Bereichen Wasserstofftechnik, Robotik und angewandte Ingenieurwissenschaften vor. Außerdem gab er einen Überblick über die Fakultät und über die THWS.

Am Nachmittag folgte ein fachlicher Austausch zwischen den japanischen Gästen und den beteiligten THWS-Professoren. Dabei wurden laufende Arbeiten und mögliche Anknüpfungspunkte für künftige Kooperationen vorgestellt. Bördlein präsentierte den Ansatz der Behavior-Based Safety sowie den an der THWS angebotenen Zertifikatslehrgang zu diesem Thema. Die japanischen Gäste stellten ihrerseits Forschungs- und Entwicklungsarbeiten vor, unter anderem zu Fragen der Arbeitssicherheit, zu Mensch-Roboter-Interaktion und zu aktuellen Themen wie Well-Being im Arbeitskontext.

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf Fragen der wissenschaftlichen Weiterbildung. Dr. Tomoko Hirokawa, University Education Administrator am Frontier Education Center for Innovation in Technologies der NUT, interessierte sich insbesondere für die Organisation von Weiterbildungsangeboten, für Zertifikatslehrgänge, Micro-Credentials und Unterstützungsstrukturen für erwachsene Lernende. Diese Fragen wurden sowohl im fachlichen Austausch in Schweinfurt als auch beim späteren Treffen in Würzburg aufgegriffen.

Am Montag, 20. Juli 2026, wurde die Delegation von Prof. Dr. Achim Förster, Vizepräsident für Internationalisierung und Lehre, in Würzburg empfangen. An dem Gespräch nahmen auch Manuel Glattbach vom Hochschulservice Internationales der THWS sowie Carolin Gläser von der Stabsstelle Internationale Projekte teil. Im Mittelpunkt standen Möglichkeiten der weiteren akademischen Zusammenarbeit, etwa im Bereich Studierendenmobilität, kurzfristiger Austauschformate, gemeinsamer Workshops, wissenschaftlicher Weiterbildung und möglicher gemeinsamer Forschungsaktivitäten.

Die Verbindung zwischen der THWS und der NUT ist über mehrere Jahre gewachsen. Bördlein war seit 2022 mehrfach in Japan und hat dort unter anderem an Konferenzen und Forschungstreffen im Umfeld von Behavior-Based Safety, Safety Engineering und angewandter Verhaltensanalyse teilgenommen. Auch Carolin Gläser war bereits 2022 im Rahmen eines Forschungsaufenthalts in Japan beteiligt. Der Austausch mit Hojo und ihren Kolleginnen und Kollegen wurde zudem durch gemeinsame Symposien auf internationalen Fachkonferenzen, unter anderem in den USA, fortgeführt.

Neben dem fachlichen Programm gehörte auch ein kultureller Austausch zum Besuch. Am Wochenende führte Bördlein die japanischen Gäste durch Bamberg. Die Delegation lernte dabei die Altstadt, fränkische Bierkultur und regionale Spezialitäten kennen. Bamberg bot damit auch Gelegenheit, den wissenschaftlichen Austausch in informeller Atmosphäre fortzusetzen.

Die Beteiligten waren sich einig, den Kontakt weiter auszubauen. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche gemeinsame Forschungsprojekte, Workshops, Austauschformate sowie die weitere Zusammenarbeit in den Bereichen Behavior-Based Safety, Safety Engineering, Mensch-Technik-Interaktion und wissenschaftliche Weiterbildung.