Startup! Competition im Starthouse Spessart: Studierende entwickeln Lösungen für gesellschaftliche und unternehmerische Herausforderungen
Ideen entwickeln, gesellschaftliche Herausforderungen analysieren und praxisnahe Lösungen vor einer Jury präsentieren: Bei der diesjährigen „Startup! Competition“ im Starthouse Spessart arbeiteten bereits zum fünften Mal Studierende der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) gemeinsam mit Unternehmen aus der Region an innovativen Lösungsansätzen für reale Fragestellungen.
Für Master-Studierende Soziale Arbeit bot das Format eine besondere Möglichkeit, ihre fachliche Perspektive in interdisziplinäre Teams einzubringen. Denn viele aktuelle Herausforderungen von Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft berühren zentrale Themen der Sozialen Arbeit: Teilhabe, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Lebenswelten unterschiedlicher Zielgruppen, Kommunikation, Wissensvermittlung und die Entwicklung nutzerorientierter Angebote.
Insgesamt 70 Studierende aus den Studiengängen ZENTRIA, Brückenstudium, Master Soziale Arbeit und International Management entwickelten innerhalb eines intensiven Wettbewerbstages kreative Konzepte. Unterstützt wurden sie dabei von Coaches, die die Teams bei der Anwendung von Innovationsmethoden, der Strukturierung ihrer Ideen und der Vorbereitung der finalen Pitches begleiteten.
Zu den Challenge-Gebern gehörten die Sparkasse Mainfranken Würzburg, die Raiffeisenbank Main-Spessart eG sowie Schneider Electric. Die Aufgabenstellungen zeigten, wie vielfältig Innovationsprozesse sein können: Bei Schneider Electric ging es unter anderem darum, wie Handwerksbetriebe ihren Energieverbrauch transparenter und nachhaltiger gestalten können. Ein weiteres Team entwickelte Ideen für neue Lernformate in einer zunehmend digitalen Gesellschaft. Die Raiffeisenbank Main-Spessart stellte die Herausforderung, Beratungsangebote für junge Zielgruppen neu zu denken und stärker an deren Lebensrealität anzupassen. Bei der Challenge der Sparkasse Mainfranken Würzburg stand das interne Wissensmanagement innerhalb von Unternehmen im Mittelpunkt.
Gerade hier wurde deutlich, welchen Beitrag die Soziale Arbeit in solchen Prozessen leisten kann. Master-Studierende Soziale Arbeit bringen Kompetenzen mit, die für erfolgreiche Innovationen zentral sind: Sie können Lebenslagen und Zielgruppen differenziert analysieren, Beteiligungsprozesse gestalten, soziale Bedürfnisse erkennen und Lösungen danach befragen, ob sie für Menschen tatsächlich zugänglich, verständlich und hilfreich sind. Damit ergänzen sie wirtschaftliche, technische und organisatorische Perspektiven um eine wichtige gesellschaftliche Dimension.
Am Abend präsentierten die Teams ihre Lösungsansätze im Rahmen der abschließenden Pitch-Battles vor einer Jury sowie den beteiligten Unternehmen. Im Fokus standen kreative Herangehensweisen, innovative Ideen und die praxisnahe Umsetzbarkeit der Konzepte.
Maximilian Stahl, Marketing Project Manager bei Schneider Electric, zeigte sich von den Ergebnissen beeindruckt: „Die Qualität und Professionalität der vorgestellten Pitches haben mich nachhaltig beeindruckt – das steigert sich von Jahr zu Jahr. Besonders wertvoll waren zudem die Fragen der Studierenden, die uns auch als Unternehmen neue Perspektiven und Impulse gegeben haben.“
Auch Lina Halbig, Fachreferentin für Nachhaltigkeitsmanagement der Sparkasse Mainfranken Würzburg, betonte den Mehrwert des Formats: „Für die Sparkasse Mainfranken Würzburg bietet die Startup Competition eine tolle Möglichkeit, mit Studierenden in Kontakt zu treten. Das Zusammenarbeiten auf Augenhöhe bietet dabei für beide Seiten wertvolle Erkenntnisse.“
Besonders positiv wurde von vielen Teilnehmenden die interdisziplinäre Zusammenarbeit wahrgenommen. Lisa Hörmann und Marie Reuther aus dem Masterstudiengang Soziale Arbeit erklärten: „Es war total spannend zu sehen, wie die beiden Bubbles – Soziale Arbeit und BWL – aufeinandertreffen und die verschiedenen Perspektiven zusammenkommen. Man hat schnell gemerkt, dass sich das gegenseitig bereichern kann und so gemeinsam gute Ideen entstehen können.“
Auch Maximilian Gäb aus dem Brückenstudium zog ein positives Fazit: „Die Veranstaltung hat mir persönlich unglaublich viel Spaß gemacht. Gerade das Pitchen vor unterschiedlichsten Menschen und das Präsentieren einer Idee unter Zeitdruck war eine sehr coole Herausforderung. Für mich war das einer dieser Tage, an denen man merkt, dass man wieder ein Stück wächst. Gleichzeitig hat mich die Competition noch mehr motiviert, weiter in die Startup- und Innovationswelt einzutauchen.“
Die THWS-Vertreterinnen und -Vertreter Anna Fischer, Prof. Dr. Stephanie Baumgarten und Prof. Dr. Ulrich Gartzke zeigten sich ebenfalls zufrieden mit dem Veranstaltungsformat: „Es hat sich gezeigt, dass die Studierenden in der Lage sind, engagiert und konstruktiv in studiengangsübergreifenden Teams an echten Herausforderungen von Unternehmen zu arbeiten. Besonders wertvoll ist dabei, dass unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammenkommen und neue Lösungswege entstehen.
Das Starthouse Spessart bietet, auch unter neuer Leitung, optimale Rahmenbedingungen für die Veranstaltung. Die professionelle Organisation, die offene Arbeitsatmosphäre und die hervorragende Verpflegung trugen wesentlich dazu bei, dass die Studierenden konzentriert, kreativ und engagiert an ihren Ideen arbeiten konnten.“
Die Startup! Competition macht sichtbar, dass das Master-Studium Soziale Arbeit Kompetenzen weiterentwickelt, die sowohl für Führungs- und Leitungsaufgaben als auch für die Mitarbeit und Verantwortung in Forschungs- und Entwicklungsprojekten benötigt werden. Soziale Arbeit beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Veränderungen, organisationaler Entwicklung, Digitalisierung, Beratung, Teilhabe und sozialer Innovation. Formate wie dieses zeigen, wie Studierende komplexe Herausforderungen analysieren, Ideen methodisch entwickeln und tragfähige Lösungen überzeugend präsentieren lernen.





